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Wer wir sind möchten Sie wissen?

Wir sind Wiesbadener und langjährige Bürger unserer schönen
Landeshauptstadt. Die Antwort auf die Frage ist recht kurz und einfach
ausgefallen, dennoch steckt noch viel mehr dahinter.

Genau genommen blicken wir auf fast *50 Jahre LEBEN in Wiesbaden,
welches seine Wurzeln Ende der 60er Jahre hier geschlagen hat. Unsere
ersten Gemeindemitglieder kamen als Gastarbeiter aus der Provinz Hatay
(Antiochia) in der heutigen Türkei – sie bildeten das Fundament für die
kommenden Generationen, um sich in der neuen Heimat wohl zu fühlen und
eine Gemeinde zu gründen.

Was ist im Laufe des halben Jahrhunderts geschehen?

Mit der Gründung unserer Kirchengemeinde ging es nicht ganz so schnell –
dieses war auch seinerzeit nicht das vordergründig Ziel, sondern eher
der Wunsch einen geistlichen Anlaufpunkt zu finden. Deshalb fanden
Gottesdienstbesuche bis Anfang der 80er Jahre sporadisch in den Kirchen
der griechisch-orthodoxen Kirchen statt. Die sprachlichen Barrieren
führten jedoch nur zu einer bedingten Erfüllung geistlichen und sozialen
Lebens.

Sprachliche Barrieren?

Ja richtig, einerseits die fehlenden Deutschkenntnisse in den ersten
Jahren und andererseits die Liturgien in griechischer Sprache. An dieser
Stelle sei angemerkt, dass unsere Gemeindemitglieder der antiochenisch-
orthodoxen Kirche angehören und arabisch als Muttersprache sprechen.
Heute findet
der Gottesdienst überwiegend in deutscher Sprache statt, mit einzelnen
Liturgieteilen in arabischer Sprache.

Wann wurde unsere Gemeinde gegründet?

In den Jahren 1977/1978 Jahre wurde in Wiesbaden die Gemeinde des Hl.
Johannes Chrysostomos gegründet. Die Gründung hatte zwar die
Zugehörigkeit zur russisch-orthodoxen Kirche zur Folge, dieses ist
dennoch als Geburtsstunde unserer heutigen Gemeinde in den
Geschichtsbüchern dokumentiert.

In den folgenden Jahren wurde der Trägerverein der Gemeinde gegründet
und als e.V. im Wiesbadener Registergericht eingetragen. Dieser Schritt
war ein wichtiger Meilenstein zum Erhalt und Weiterentwicklung der
Gemeinde. Die Jahre vergingen und unsere Wege sollten sich ende der 80er
kreuzen.
Die Chrysostomos Gemeinde fasste den Beschluss, sich der Jurisdiktion
des antiochenisch-orthodoxen Patriarchats zu unterstellen. Diese
Entscheidung sollte als Wendepunkt in die Historie eingehen und den Weg
für unsere Familien, aber auch viele neue Mitglieder ebnen. Heute zählen
wir rund 250 Mitglieder in und rund um Wiesbaden, von denen ca. 70% im
Trägerverein organisiert sind.

Wo findet sich unser Gemeindezentrum?

Wir haben zwar eine Kirche und auch Räumlichkeiten, können aber diese
nicht unser Eigen bezeichnen. Und das hat sich seit der Gründung wie ein
roter Faden durch die Gemeindehistorie gezogen. Ob die gemieteten
Räumlichkeiten einer ehemaligen Bankfiliale in der Wilhelmsstraße oder
die unter schwierigen Bedingungen gemietete Kapelle am Schulberg – bis
dato hat unserer Gemeinde Ihren eigenen Anlaufpunkt im Herzen der Stadt
Wiesbaden nicht gefunden. Aktuell sind wir mit unserer Kirche/Verein als
Gastgemeinde in der ev. Heilig-Geist-Gemeinde in Wiesbaden-Biebrich am
Kupferberg beheimatet.

Welchen Herausforderungen haben wir uns heute zu stellen?

Über die letzten Jahre ist der Wunsch nach einer eigenen Kirche und
dazugehörigen Räumlichkeiten zunehmend gewachsen. Das ist insbesondere
auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zum einen das Bestreben nach Schaffung
eines geistlichen und sozialen Anlaufpunktes, welcher nicht durch
Terminabstimmungen und Nutzungseinschränkungen minimiert wird. Zum
anderen die soziale Verantwortung der Gemeinde, die nicht erst seit der
Zunahme an Flüchtlingen in Deutschland deutlich gestiegen ist. Diesen
Faktoren wollen wir neben anderen, z.B. einer aktiven Kinder- und
Jugendarbeit, gerecht werden.

Wo sehen wir uns in ein paar Jahren?

Unsere Vorstände haben Anfang der 2000er die Vision formuliert, für
unsere Gemeinde ein eigenes Kirchenzentrum zu schaffen. Diese Vision
wurde bis zum heutigen Tag aufrecht erhalten und durch Intensivierung
der Sozial- und Öffentlichkeitsarbeit weiterentwickelt.

Deshalb sehen wir uns in ein paar Jahren in unserem eigenen
Gemeindezentrum in unserer Heimatstadt Wiesbaden.